Zartbitter 16.014 - 4.06.2011
Der Kopf als unmittelbarer Träger von Lebendigkeit und jeder lebendigen Artikulation ist unabdingbar mit dem Vermögen verbunden Emotionales, Geistiges, Unfassbares, widerzuspiegeln. Er trägt in erster Linie die Expression als sichtbaren, ausstrahlenden Aspekt, der vom Gesicht/dem Portrait als Mikrokosmos ausgeht und sich bis zur ausdrucksvollen Geste der Figur, der Körperlichkeit als Gesamtes ausdehnt.
Die in der Ausstellung vereinten Positionen konzentrieren sich zum einen auf das Antlitz, zum anderen beschäftigen sie sich mit der gesamten Figur. Zwischen diesen beiden Polen wird das Spektrum einer auf den Körper bezogenen Ausdrucksfähigkeit einfangen.
Aus dem Dualismus, sowie der entstehenden Beziehung zum Betrachter wie auch aus den Beziehungen der Werke untereinander entstehen, durch die Choreographie der Ausstellung Verknüpfungen und Perspektiven, die den einzelnen Kunstwerke neue Aspekte und Lesbarkeiten eröffnen.
Ob nun Physiognomien im Zentrum stehen oder die beredten Qualitäten des Körpers hinterfragt werden, Psychologie, Intimität und unmittelbarer Austausch mit dem Betrachter sind Grundzüge jedes einzelnen Werkes. In ihrer Präsentation verschmelzen sie zu einem zwischen Unmittelbarkeit und Distanz, Offenheit und Zurückhaltung, Ausdruck und Einbildung oszillierenden Kompendium.
