So-Young Park

So-Young Park

1971*
in Seoul/Südkorea
92-96
Seoul National University
96-00
Sungshin Women`s University
97-99
bei DNA Interior Designer
00-01
THEMA enviroment art Institut
04-09
Kunst-Studiums an der UdK
-2006
Meisterschülerin bei Daniel Richter,
06-09
Schülerin von Robert Lucander.
2009
Akademiebrief der UdK Berlin

So -Young Park

Foto So Young Park

langweile mich, oil on canvas, 145 x 180cm, 2009

1971* in Seoul/Südkorea
92-96 Seoul National University of technology, (Industrial Design)
96-00 Sungshin Women`s University, (Enviromental Arts)
97-99 bei DNA Interior Designer
00-01 bei THEMA enviroment art Institut, Designer seit 2002 in Berlin
04-08 Beginn des Kunst-Studiums an der UdK bis 2006 Meisterschülerin bei Daniel Richter, danach Schülerin von Robert Lucander.
2009 Akademiebrief der UdK Berlin

Digitalisierte Fotografien oder auch computergenerierte Skizzen sind die modernen Grundlagen für die Bildentwürfe, die So Young Park später in großformatige Malerei umsetzt. Im Bild „Spieler“ räkelt sich die Comicfigur der Betty Boop vor einer komplex gestaffelten Interieurszene. Park kleidet hier den überdimensional großen Kopf der Comicschönheit mit Ornamenten aus – als plakatives Stilmittel zu verstehen, um die „Schönheit“ der Figur zu transportieren. So Young Park, 1971 in Seoul/Südkorea geboren, Meisterschülerin bei Daniel Richter an der UDK in Berlin, nach 2006 Schülerin von Robert Lucander.

Foto So Young Park

show show 2, oil on canvas, 80 x 60cm, 2009

Foto So Young Park

ice-cream, oil on canvas, 185 x 240cm, 2006

Aus den Spuren alter Malschichten, aus ineinandergelaufenen Farbstrukturen findet die Form zunächst ihren Halt „von Außen“. Dann folgt ein zielgerichteter Farbauftrag, oft auch als Zeichnung und das Resultat hat eine wunderbare Ambivalenz aus Zufall und Berechnung und eine Leichtigkeit, die unerwartet ist.
Natürlich bleibt diese Leichtigkeit nicht bei den Blättern stehen, auch die Figuren, die Dinge und die Maschinen faszinieren durch das Gemisch aus Plan und Spiel und zeigen – so sehr man auch eine Vorlage vermuten mag – kindlichen Erfindungsreichtum.
Was aber passiert auf den Bildern?
Da trifft Betty Boop auf einen aggressiven Köter; 3 Frauen lecken an einer Kugel Eis, während ein Streifentier dem ganzen Prozess beiwohnt, ein Computerköpfchen macht die Wohnung sauber, ein Nashorn macht Krafttraining, ein grunzendes Schwein begehrt innerhalb einer Zeichnungsstruktur auf, während jemand mit roten Socken am Boden liegt. Selbst, wenn eine Hubschrauber- Maschine Bedrohlichkeit andeutet, bieten die Schmetterlingsflügel doch wieder einen leichten Ausgang.
Ist das surrealer Erzählungsreichtum oder eine Parodie auf die Realität mit ihren vielen Bildern? Oder könnte es sein, dass es So Young Park ganz egal ist, an welchen Dingen und Geschichten sich ihre Malerei entfalten kann?
Sicher ist, dass Ihre Malerei lange und sorgsam geplant wurde. Dann folgt ein Prozess, in dem unendliche male verworfen und so lange probiert wird, bis alles endlich leicht, reich an Nuancen und vielschichtig geworden ist.
Und die Frage. „Wie kann ich ein reines Blau erzeugen?“ ist ihr immer wichtiger als die nach dem Sinn von Betty Boop. Gott sei Dank, denn nur so erreicht man die wunderbare Situation, in der die Malerei eine Welt erzeugt.
Das was uns hier als Malerei vorgeführt wird, ist ein wunderbares Stück Realität, was mit einem verschmitzten Lächeln und aus Schlitzaugen gesehen wurde.

Text von Werner Liebmann 2008